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Auf der KippeDas Michael-Tönnies-Hörbuch Jetzt spenden

Organspende

Entscheiden zählt – so oder so.

Michael Tönnies lebte vier Jahre länger, weil ein fremder Mensch sich zu Lebzeiten für die Organspende entschieden hatte. Ob Ja oder Nein: Wer seine Entscheidung festhält, nimmt sie den Angehörigen im schwersten Moment ab.

Die Lage

Warum es auf jede Entscheidung ankommt.

Kennen Angehörige den Willen nicht, lehnen sie in rund drei von vier Fällen ab. Ist er dokumentiert, stimmen drei von vier zu.

Aktuell: Im September 2026 berät der Bundestag über die Einführung einer Widerspruchsregelung bei der Organspende. Unabhängig vom Ausgang gilt: Die eigene Entscheidung festhalten – und mit den Nächsten darüber reden. Zum Verfahren im Bundestag
  • 985Menschen haben 2025 in Deutschland nach ihrem Tod Organe gespendet – der höchste Stand seit 2012.
  • 8.207Menschen standen im Januar 2026 auf der Warteliste, die meisten für eine Niere.
  • 633Wartende starben 2025, bevor ein passendes Organ für sie gefunden wurde.
  • 11,8 zu 48Spender je Million Einwohner: Deutschland (2025) im Vergleich zu Spanien (2024).

Quellen: Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Junge Helden e.V. Stand: September 2026.

In drei Schritten

Informieren, festhalten, darüber sprechen.

Ein Nein ist genauso gültig wie ein Ja. Wichtig ist, dass die Entscheidung dokumentiert ist – und dass die Nächsten davon wissen.

  1. Informieren

    Voraussetzungen, Ablauf, Hirntod, Religionen – unabhängig und verständlich auf organspende-info.de. Fragen beantwortet das Infotelefon Organspende unter 0800 90 40 400 (kostenlos).

  2. Entscheiden und festhalten

    Im Organspende-Register (online, jederzeit änderbar), auf dem Organspendeausweis oder in der Patientenverfügung. Ein Nein ist genauso gültig wie ein Ja – wichtig ist, dass es dokumentiert ist.

  3. Darüber sprechen

    Mit Familie und Freunden, mit dem Verein, in der Schule. Das Hörbuch ist ein Anfang für dieses Gespräch – und Junge Helden e.V. hat Tipps für den Einstieg.

Das Organspende-Register

Die Entscheidung digital festhalten.

Seit dem 18. März 2024 gibt es das Organspende-Register. Es ergänzt den Organspendeausweis: Im Ernstfall können Ärztinnen und Ärzte die Erklärung sofort abrufen.

  • Ab 16 Jahren. Das Register kann nutzen, wer mindestens 16 Jahre alt ist.
  • Online ausweisen. Mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises oder über die App der Krankenversicherung mit der GesundheitsID.
  • Jederzeit änderbar. Die Erklärung lässt sich jederzeit einsehen, ändern oder löschen. Der Eintrag ist freiwillig und kostenlos.
  • Sicher gespeichert. Die Daten liegen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf Servern in Deutschland.

Diese Entscheidungen sind möglich

  • Ja – vollständige Zustimmung
  • Ja, mit Ausnahmen – bestimmte Organe und Gewebe ausschließen
  • Ja, begrenzt – nur bestimmte Organe und Gewebe
  • Eine Vertrauensperson entscheiden lassen – namentlich benannt
  • Nein – Widerspruch

Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), organspende-info.de, Stand September 2026. Dieselben Möglichkeiten bietet der Organspendeausweis aus Papier.

Zugehört? Dann geben Sie etwas zurück.

Ihre Spende geht an Initiativen zur Organspende, das Kontaktcafé Pro Kids und Immersatt e.V. in Duisburg – zweite Chancen für Menschen, die sie brauchen.

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